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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Uni-Abmahnungen wegen Partyfotos bei Facebook
Facebook offenbart seine Schattenseiten
Facebook, die in England beliebte Webseite für die soziale Vernetzung von Studenten, vergleichbar mit unserem StudiVZ, wird neuerdings als Beweismittel gegen die Studenten genutzt. Die altehrwürdige Oxford University hat sogar eigens Personal dafür eingestellt, Beweise für das offenkundige Fehlverhalten der englischen Elitestudenten zu finden um diese dann abzumahnen. Sogar die London Times berichtet dieser Tage von diesen seltsamen Praktiken, die jedoch nicht nur auf diese Universität beschränkt sein sollen…
Die Oxford University und ihre Studenten
Die englische Eliteuniversität ist seit Jahren schon unzufrieden mit dem nicht angemessenen (Freizeit-)Verhalten ihrer Studenten. So führten zahlreiche Beschwerden der Anwohner und der Polizei wegen der immensen Reinigungskosten nach großen Studentenpartys dazu, dass in Oxford seit 2004 Studenten, die bei der Umweltverschmutzung erwischt werden, Strafen bis zu 100 Euro in Kauf nehmen müssen. Aufgrund mangelnder Besetzung des Ordnungspersonals und der studentischen Raffinesse wurden seitdem jedoch lediglich 14 Studenten einer solchen Tat überführt. Jetzt versucht die Oxford University über andere Wege Einblick in das Leben ihrer Studenten zu erlangen, vor allem über Facebook, was aber heftige Diskussionen provoziert.
Eingriff in die Privatsphäre
Oxford-Angestellte durchsuchen per Zufallsprinzip die Profile ihrer bei Facebook registrierten Studenten. Auf diesem Weg gelangten sie neulich an Fotos von mit Rasierschaum bedeckten und von Champagner durchnässten Studenten, die – ganz traditionsbewusst – ihre „Trashings“ feierten, also das Ende der Prüfungsphase. Daraufhin wurde den ertappten Studenten eine Email mit den „Beweisfotos“ geschickt, mit der Oxford-üblichen Aufforderung zur Zahlung einer Geldstrafe und der Androhung von Nichtanerkennung der erbrachten Leistung bei Wegerung zur Zahlung. Die Studentenvereinigung Oxfords reagiert entrüstet auf diese neue Entwicklung. Sie bewerten das Verhalten ihrer Universität als unehrenhaft, sehen das Einstellen von Personal nur zum Zwecke der Überführung von Studenten als eine schwere Beleidigung an. Zudem habe keine Universität der Welt das Recht in die Privatsphäre der Studenten einzudringen, egal zu welchem Zwecke.
Kein Einzelfall – 5 Fälle von Facebook-Überprüfungen
Die Oxford University ist nicht die einzige Einrichtung, die sich Facebook oder ähnlichen Webseiten bedient um Informationen über bestimmte Personen einzuholen. Die London Times berichtet, dass laut Umfragen unter 600 britischen Unternehmen herauskam, dass jedes fünfte Unternehmen mittlerweile Bewerber bei Facebook überprüft. Desweitern führt das englische Tagesblatt fünf Fälle solcher Facebook-Überprüfungen in England und Nordamerika auf:
# 1: Miss New Jersey
Amy Polumbo, die Miss New Jersey, war in ihrem Profil, das aber nur für Freunde sichtbar war, auf Fotos mit vorgehaltenen Kürbissen vor ihrer (nackten) Brust zu sehen, was angeblich nicht nur zu einem Bestechungsversuch geführt haben soll, sondern auch zur eindringlichen Prüfung der Integrität Amy Polumbos durch die Miss America organisation um sicher zu sein, ob sie ihren Titel behalten darf. Zur allgemeinen Beruhigung: Sie durfte!
# 2: Toronto
In der kanadischen Großstadt wurden fünf Studenten von einem Ausflug ausgeschlossen, nachdem man über Facebook von ihnen getätigte, verunglimpfende Äußerungen über Lehrkräfte gefunden hatte.
# 3: Joints
Ein hier nicht genannter Bewerber wurde abgelehnt, nachdem herausgefunden worden war, dass er in seinem Profil bei Facebook über sich geschrieben habe, seine Interessen seien “smokin’ blunts with the homies” and “shooting caps into whitie” (Joints mit den Kumpels rauchen und Kugeln in Weißbrote jagen).
# 4: Pennsylvania University
Eine 27jährige Frau wurde nicht als Lehrkörper angenommen, da sie angeblich den Alkoholkonsum von Minderjährigen befürworte. Sie war auf einem Foto in Facebook gesehen worde, unter das sie über sich selbst geschrieben hatte: „Drunken Pirate“.
# 5: DePauw University
In Indiana (USA) wurden mehrere Studenten zurechtgewiesen, da die Universität über Facebook ermittelt hatte, dass sie die Schuldigen im Falle des Vandalismus an einer Hirschskulptur waren.
Sollte man sein Profil löschen?
Jeder kann natürlich mit seinem StudiVZ- oder Facebook-Profil machen was er/sie will und nicht jeder macht solch verrückte Dinge, die bei einer Bewerbung unglaublich negativ auffallen würden (und fotografiert diese dann noch und stellt sie zudem in sein Profil). Doch nachdem schon Debatten über die Nutzung der Profildaten durch Marktforschungsinstitute gefochten worden sind und nun anscheinend erneute Schattenseiten offenkundig werden, kommt man schon ins Grübeln. Sicherlich sollte man in seinem Profil nicht zuviel von sich presigeben und vielleicht ist es sogar ratsam nach der eher lockeren Studentenzeit sein Profil zu löschen um einen ungestörten Einstieg ins Berufsleben zu haben…
Sollten Oxford-Studenten vorsichtiger im Umgang mit Facebook werden, blieben uns jedenfalls solche Szenen wie diese studentische Massen-Kissenschlacht leider vorenthalten…
Der Original-Artikel der London Times: Caught on camera – and found on Facebook
Ihre Meinung ist gefragt!
Schreiben Sie uns, was Sie zu diesem Thema für eine Meinung haben, vielleicht haben Sie ja sogar auch bereits die Kehrseiten von StudiVZ & Co. erfahren müssen. Schreiben Sie uns entweder eine Email über die im Impressum angegebenen Kontaktdaten oder geben Sie ihre Meinung per Kommentar am Ende dieser Seite zum Besten. Wir freuen uns immer sehr über Rückmeldung und werden bei reger Teilnahme zeitnah ein gesammeltes Feedback geben!
Mehr Informationen zu Facebook? Inside Facebook: Life, Work and Visions of Greatness (Taschenbuch)
Nee wat billig. Mag vielleicht eine gute Quelle für Infos über Leute sein, es sollte aber auch klar sein das dort das Privat Leben der Studenten etc dargestellt wird und nichts mit dem Berufsleben o.ä. zu tun hat.
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