Ausbildung Operationstechnischer Assistent (OTA)

skalpell„Tupfer bitte“
Sie suchen ein spannendes Berufsbild mit viel Verantwortung und medizinischem Know-how. Sie arbeiten gern im Team und haben kein Problem mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten? Sie haben keine Berührungsängste und Blut zu sehen treibt sie nicht in die Ohnmacht? Dann könnte die Ausbildung zum/r Operationstechnischen Assistenten/in genau das richtige für Sie sein. Erfahren Sie hier mehr über Voraussetzungen, den Ablauf der Ausbildung und in welchen Arbeitsbereichen ein/e OTA tätig sein kann.

Lesetipp: Welche Ausbildungsberufe gibt es?

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Um mit der Ausbildung beginnen zu können benötigt man einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Ebenfalls muss das 16. Lebensjahr vom Bewerber erreicht sein. Man sollte körperlich fit sein und an keiner Krankheit leiden, die die Arbeit einschränken könnte. Denn den Großteil seiner Arbeit verrichtet man als OTA im Stehen. Man sollte sich für den medizinischen Sektor interessieren, Stresssituationen gut aushalten können und man sich außerdem sicher sein, dass man die ungewohnten Bedingungen im Operationssaal gut meistern kann. Darüber hinaus sollte man Einfühlungsvermögen für die Patienten mitbringen und offen gegenüber anderen Personen sein, da man im Krankenhaus in einem großen Team arbeitet. Berührungsängste sind ebenfalls fehl am Platz, da man als OTA vie mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten zu tun haben wird.

Wie läuft die Ausbildung zum Assistenten ab?

Die Ausbildung zum/r Operationstechnischen Assistent/in dauert in der Regel drei Jahre und ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Man erhält während der gesamten Ausbildung eine monatliche Vergütung. Es handelt sich um einen Monoberuf ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten. Die Ausbildung erfolgt sowohl praktisch, als auch theoretisch. Die praktische Ausbildung findet in Krankenhäusern und Ambulanzen statt, um den direkten Ablauf „live“ mitzuerleben, der theoretische Teil erfolgt meist in einem/r Berufsbildungszentrum/Berufsschule. Die Auszubildenden erlangen währende der Ausbildung ein breites Grundwissen, das sie auf alle kommenden Aufgabenfelder ausreichend gut vorbereitet. Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden wie man einen OP-Saal vorbereitet und lernen die Instrumente kennen, die bei Operationen benötigt werden. Sie erfahren viel über Krankenhaushygiene und sterile Bedingungen in Operationssälen. Außerdem wird ihnen beigebracht, wie man Patienten vor und nach einer Operation medizinisch versorgt. Zusätzlich lernen sie wie man OP-Abläufe selbstständig organisiert und Patientendaten sorgfältig dokumentiert. Außerdem erfahren sie etwas über die verschiedenen Operationstechniken, die angewandt werden, wie man Instrumente sterilisiert, welche medizinischen Apparate und Materialien es gibt und wie man sie benutzt. Krankheitslehre, Arzneimittellehre, Wundversorgung, Injektionen, Erste-Hilfe und auch rechtliche Voraussetzungen und Wirtschafts- und Sozialkunde sind Fächer während der Ausbildung. In der Hälfte der Ausbildungszeit findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung enthält einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die Prüfungsthemen lauten: Assistenz beim Operieren und Endoskopieren, Verwaltung und Wirtschafts- und Sozialkunde. Im mündlichen Teil, werden die praktischen Fähigkeiten getestet. Wenn diese Hürde dann auch genommen ist, darf man sich Operationstechnischer/e Assistent/in nennen. Und dann kann’s losgehen mit dem Berufsalltag und der täglichen Arbeit Im Operationssaal.

Berufsbild – Operationstechnischer Assistent

Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/r Operationstechnischen Assistenten qualifiziert den Absolventen zur direkten Mitarbeit in einem Operationsteam. Zu diesem Team gehören Ärzte, Anästhesiepfleger/innen, OP-Schwestern und auch natürlich die Operationstechnischen Angestellten. Hauptaufgabe der OTA ist es die Operationsabläufe selbstständig zu organisieren. Sie wissen, egal ob es sich um eine Bandscheibenoperation oder um einen Kaiserschnitt handelt, welche Instrumente jeweils benötigt werden. Diese bereiten sie dann auch vor der Operation gewissenhaft vor und legen alles bereit. Natürlich unter Beachtung der im Krankenhaus geltenden Hygienevorschriften. Während der Operation reichen sie dann den operierenden Ärzten die geforderten Instrumente. Sie müssen sich mit den vorhandenen Instrumenten sehr gut auskennen, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Sie kümmern sich um Hygiene in Operationssaal und desinfizieren Instrumente und entsorgen gebrauchte Einwegartikel fachgerecht. Operationstechnische Angestellte arbeiten sehr eigenverantwortlich und selbstständig, müssen aber auch sehr teamfähig sein, da alle Schritte mit den beteiligten Kollegen abgesprochen werden müssen, denn nur durch perfekte Zusammenarbeit kann ein korrekter Ablauf stattfinden. Zusätzlich kümmern sie sich noch vor und nach der Operation um die Patienten. Operationstechnische Angestellte sind somit die ersten Ansprechpartner, wenn die Patienten unter Ängsten leiden oder Fragen bezüglich der Operation haben. Dennoch ist der Patientenkontakt der OTA eher gering, die meiste Zeit verbringen sie doch in künstlich beleuchteten Operationssälen. Zusätzlich kommen ihnen noch administrative Aufgaben zu, wie das Dokumentieren des Operationsablaufs. OTAs arbeiten im Schichtbetrieb. Das heißt, dass man auch mal nachts arbeiten muss, wenn alle anderen schlafen.

Arbeitsbereiche

Operationstechnische Angestellte arbeiten vor allem in Krankenhäusern, aber auch in Facharztpraxen, in denen Operationen satt finden. Sie verbringen ihre meiste Zeit in Operationssälen, erledigen aber auch vor und nach der Operation Aufgaben in Sterilisationsräumen, wie das Sterilisieren und Ordnen der Instrumente. Zusätzlich begleiten sie noch die Patienten durch die OP-Schleuse in den Operationssaal und betreuen sie danach in den Aufwachräumen.

Tipps für das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA).

Hier finden Sie eine Liste von weiteren beliebten Ausbildungsberufen.

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